Precious Nnebedum

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Precious Chiebonam Nnebedum (geboren in Nigeria) ist eine nigerianisch-österreichische Lyrikerin, Poetry-Slammerin und Bürgerrechtlerin.

Leben

Nnebedum übersiedelte mit elf Jahren nach Österreich, wo sie in der Steiermark aufwuchs.[1] Ihre literarische Neigung wurde früh durch ihre Mutter, eine Lehrerin, gefördert, die ihr regelmäßig Bücher aus der Schulbibliothek mitbrachte.[1] Dieses frühe Interesse an Literatur und Lyrik führte für Nnebedum schon in jungen Jahren zur Zuwendung zum Schreiben und später der Spoken-Word-Szene.[1] Nach einem Bachelorstudium in Pflegewissenschaften und einer kurzen Zeit als Krankenpflegerin absolvierte sie ein Masterstudium in den Niederlanden.[1] Sie sieht das Schreiben als einen Weg zur Selbstentfaltung.[2]

Wirken

Nnebedum machte sich in der österreichischen Poetry-Slam-Szene einen Namen, wo sie für ihre rhythmische Lyrik auf Deutsch, Englisch und Igbo bekannt wurde.[3] Sie erlangte besondere Bekanntheit durch ihre Teilnahme an den österreichischen U20-Poetry-Slam-Meisterschaften, bei denen sie zweimal den Vize-Titel gewann.[3]

Ihr literarisches Schaffen und ihr politisches Engagement zeigen sich in dem im Haymon Verlag veröffentlichten Gedichtband Birthmarks.[1] In diesem Werk verarbeitet sie ihre Erfahrungen als Afroösterreicherin und thematisiert Rassismus, Diskriminierung, Liebe und Solidarität.[3] Ihre Texte sind von einer Mischung aus persönlicher Reflexion und gesellschaftskritischem Kommentar geprägt.[3]

Als Bürgerrechtlerin trug Nnebedum maßgeblich zur Organisation der Black-Lives-Matter-Proteste in Graz bei, die eine bemerkenswerte Teilnehmerzahl von 10.000 Menschen anzogen.[3] Diese Erfahrung führte zur Gründung des Vereins Tanaka Graz, einem Raum für Empowerment und Vernetzung für junge People of Colour.[3] Mit diesem Verein gewann sie 2021 den Grazer Frauenpreis. Nnebedums Engagement in der Literatur und im sozialen Aktivismus zeigt ihre Überzeugung, dass Kunst und Literatur mächtige Werkzeuge zur Förderung von Veränderung und Verständnis sind.[1] Sie betont die Bedeutung von Menschen, die von Rassismus betroffen sind, zur Erhebung ihrer Stimme, um diesen zu entschärfen, indem sie ihm seine Kraft nehmen.[2]

Auszeichnungen und Erfolge

Verweis

  •  Daniela Scheer, Paula Wojcik: Migration und Literatur. Ein Diskussionsbericht. In: Zeitschrift für interkulturelle Germanistik. 12, Nr. 2, 2021, S. 189–194, (enthält Ergebnisse aus einer Befragung Nnebedums).

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Bernadette Sarman: Precious Chiebonam Nnebedum, die Bühnenstürmerin. In: buehne-magazin.com. 22. Mai 2023, abgerufen am 30. März 2024.
  2. 2,0 2,1 Anna-Maria Riemer: Video/Podcast: Poesie für Gerechtigkeit – Gefragte Frauen mit Precious Nnebedum - Graz. In: meinbezirk.at. 21. Oktober 2020, abgerufen am 30. März 2024.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Diana Köhler: Precious Nnebedum: "Ich will mir selbst eine Stimme geben". In: fm4.orf.at. 1. April 2023, abgerufen am 30. März 2024.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Nico Lang: Eine Auszeichnung jagt die nächste. Land Steiermark, 2022, abgerufen am 30. März 2024.
  5. Exil-Literaturpreis 2020 geht an Precious Chiebonam Nnebedum. In: Der Standard. 8. Dezember 2020, abgerufen am 30. März 2024.